Unabhängigkeit & Suizid: „Traktat vom Steppenwolf“ (Teil 2)

 

Hier geht’s zum ersten Teil.

Der nächste Abschnitt des Steppenwolf-Traktates beschäftigt sich u.a. mit der Unabhängigkeit: Unabhängig sein von anderen, sich nicht verkaufen, frei leben. Und es geht um den Preis, den man dafür zahlen muss: Nämlich Einsamkeit und Armut.

Beim Lesen musste ich an den großen H.P. Lovecraft denken, meinen Lieblingsautoren. Auch dieser hatte ein großes Bedürfnis nach Freiheit, und hat deshalb beispielsweise nie einen wirklich festen Beruf ausgeübt. Demzufolge lebte er in Armut, denn der Erfolg seiner Geschichten stellte sich erst nach seinem Tode ein. Und auch wenn er verheiratet gewesen war (ich glaube zweimal), so hat er doch niemanden wirklich an sich herangelassen, was im gleichen Maße auch für Hermann Hesse gilt. Denn sobald man sich auf andere einlässt, gibt man einen Teil seiner Unabhängigkeit auf, ergo geht die Unabhängigkeit mit Einsamkeit einher.

Es gibt viele, die über dieses Thema geschrieben und auch gesungen haben, Freiheit und Einsamkeit sind wichtige Aspekte in der Philosophie wie auch im Black Metal. Auch deshalb finde ich, dass das „Traktat vom Steppenwolf“ sehr gut auf diese Seite passt. „Unabhängigkeit & Suizid: „Traktat vom Steppenwolf“ (Teil 2)“ weiterlesen

TraumaLyrik III: Dissections „Where dead Angels lie“

Dissection. Eine der besten Bands, die es je gegeben hat. Gegeben hat, denn diese großartige Gruppe aus Schweden existiert seit 2006 nicht mehr. Drei Alben wurden eingespielt, und vor allem mit den ersten beiden wurde Musikgeschichte geschrieben.

Musikalisch sind Dissection zwischen Black Metal und melodischem Death einzuordnen, und auf beide Stilrichtungen übten sie enormen Einfluss aus. Den Black Metal machten sie – und das klingt jetzt sehr ketzerisch, ich weiß – salonfähiger. Das Raue und Hässliche wurde entfernt, dafür wurden Melodien eingefügt, die auch Nicht-Black Metaller ansprechen. Ich würde sogar behaupten – wieder Ketzerei – dass solche Bands wie Dimmu Borgir ohne Dissections Einfluss nicht so klingen würden, wie sie heutzutage klingen. Beide Gruppen würde ich aber niemals auf eine Stufe stellen, denn im Gegensatz zu Dimmu Borgir fehlen bei Dissection die kommerziellen Ambitionen. „TraumaLyrik III: Dissections „Where dead Angels lie““ weiterlesen