Verborgene Schönheiten: „The Secrets of the Black Arts“ von Dark Funeral

Wieder einmal treibt es mich dazu, eine Rezension zu einem Album zu schreiben, welches schon viele Jahre auf dem Buckel hat, sich schon ewig in meinem Besitz befindet, und das nach wie vor eines der besten überhaupt ist: „The Secrets of the Black Arts“ von DARK FUNERAL.

Dark Funeral ist eine Band, die ansonsten nicht zu meinen Favoriten zählt, weil sie vor allem eines ist: Schnell. Rasendes Tempo, die Gitarren rauf und runter, immer schneller, lauter, extremer… Ich persönlich bevorzuge eher Black Metal im mittleren bzw. langsamen Tempobereich, reinen Knüppelorgien kann ich nur selten etwas abgewinnen. Doch es gibt Ausnahmen, und bei „The Secrets of the Black Arts“ handelt es sich um eine solche. „Verborgene Schönheiten: „The Secrets of the Black Arts“ von Dark Funeral“ weiterlesen

TraumLyrik VI: „A Dark Christmas“

Die Verbindung von Rock bzw. Metal und Weihnachten erscheint mir in den meisten Fällen als peinlich. So gut wie jedes traditionelle Weihnachtslied existiert in mehrfachen Rock – und Metalversionen, und ich für meinen Teil finde das größtenteils beschämend. Rebellische, non-konforme Künstler springen plötzlich auf den gesellschaftlichen Zug auf, sobald es um die „Besinnliche Zeit“ geht. Selbst wenn diese Lieder nur als Scherz gedacht sind – mir fehlt da irgendwie der Humor für… „TraumLyrik VI: „A Dark Christmas““ weiterlesen

TraumaLyrik IV: Eisregens „Feindbild Mensch“

Misanthropie. Ein beliebtes Thema in den dunkleren und/oder härteren Spielarten der Musik. Der Death Metal ist voll von Massenmördern, Abschlachtungen, Serienkillern und dergleichen. Auch der Thrash Metal und der Gothic-Bereich hinken nicht sonderlich hinterher, und im Black Metal ist der Menschenhass natürlich ebenfalls ein großes Thema.
Auch Kunst und Philosophie haben sich damit beschäftigt, so zum Beispiel Platon, Schopenhauer und mit ihnen viele andere Gelehrte und Künstler. „TraumaLyrik IV: Eisregens „Feindbild Mensch““ weiterlesen

„Des Satans Diener ziehen durch das Land“ – Lupan verkünden den Krieg

Wenn man heutzutage nach neuen bzw. einem selbst noch unbekannten Bands Ausschau hält, dann hat man es schwer.  Schwer deshalb, weil es so einfach ist: Unmengen an Bands tummeln sich bei Youtube & Co,  wieder und wieder wird man auf Facebook mit Alben und Liedern, von denen man nie zuvor gehört hat, überschüttet.
Die Auswahl ist gigantisch, und alles zu hören ist unmöglich. „„Des Satans Diener ziehen durch das Land“ – Lupan verkünden den Krieg“ weiterlesen

TraumaLyrik III: Dissections „Where dead Angels lie“

Dissection. Eine der besten Bands, die es je gegeben hat. Gegeben hat, denn diese großartige Gruppe aus Schweden existiert seit 2006 nicht mehr. Drei Alben wurden eingespielt, und vor allem mit den ersten beiden wurde Musikgeschichte geschrieben.

Musikalisch sind Dissection zwischen Black Metal und melodischem Death einzuordnen, und auf beide Stilrichtungen übten sie enormen Einfluss aus. Den Black Metal machten sie – und das klingt jetzt sehr ketzerisch, ich weiß – salonfähiger. Das Raue und Hässliche wurde entfernt, dafür wurden Melodien eingefügt, die auch Nicht-Black Metaller ansprechen. Ich würde sogar behaupten – wieder Ketzerei – dass solche Bands wie Dimmu Borgir ohne Dissections Einfluss nicht so klingen würden, wie sie heutzutage klingen. Beide Gruppen würde ich aber niemals auf eine Stufe stellen, denn im Gegensatz zu Dimmu Borgir fehlen bei Dissection die kommerziellen Ambitionen. „TraumaLyrik III: Dissections „Where dead Angels lie““ weiterlesen

TraumaLyrik I: Nargaroths „…vom freien Willen eines schwarzen Einhorns“

Da ich zu denjenigen gehöre, die sich noch CDs kaufen und Wert legen auf ein gut gestaltetes Booklet, komme ich immer wieder in den Genuss, die Texte der Lieder zu lesen, welche ich höre. Es gibt einige Songtexte, die mir sehr gut gefallen, und einige davon will ich im Laufe der Zeit hier vorstellen.

Da es in dieser Rubrik erst nur um Musik gehen sollte, wollte ich sie ursprünglich „Schwarzmetallische Lyrik“ nennen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich auch andere Schriften besprechen werde (ich denke da an Texte von Baudelaire oder Goethe, oder an kurze Erzählungen von Poe oder Lovecraft). Deshalb halte ich einen allgemeineren Titel für angebracht, und so lautet der Name dieser Rubrik nun „TraumaLyrik“. „TraumaLyrik I: Nargaroths „…vom freien Willen eines schwarzen Einhorns““ weiterlesen

„Eine kleine Nachtmusik“ – Black Metal und Klassik

Die Idee zu diesem Artikel kam mir, als ich vor kurzem eine Black Metal-Fassung von Bedřich Smetanas „Die Moldau“ entdeckte. Da fiel mir wieder mal auf, wie gut klassische Musik und Schwarzmetall doch zusammenpassen. Ich weiß, die Verbindung von Metal und Klassik ist nichts Neues, und die meisten werden wohl genügend Bands kennen, welche diese Mischung zelebrieren. Hier soll es aber um meine Gedanken zum Black Metal gehen. „„Eine kleine Nachtmusik“ – Black Metal und Klassik“ weiterlesen