Leichenromantik: „Ein Aas“ von Charles Baudelaire

Ich finde es schade, dass Gedichte über keinen allzuguten Ruf verfügen. Die meisten Menschen erachten sie als langweilig, uninteressant, vielleicht gar als spießig oder anstrengend zu lesen.
Und ja, in den meisten Fällen muss ich leider zustimmen. Gedichte können bisweilen abschreckend sein, allein schon aufgrund ihrer Form: Die Zeilen sind kurz und füllen die Seite nicht aus; in die wenigen Worte, die dort geschrieben stehen, muss viel hinein interpretiert werden; und darüber hinaus können Dinge, die sich reimen, sehr nervig sein. „Leichenromantik: „Ein Aas“ von Charles Baudelaire“ weiterlesen

Eine Reise in schwarze Gefilde: „Nachtmeerfahrten“ von Simone Stölzel

„Denn je mehr man im Gefolge von Aufklärung und Industrialisierung das Geistersehen und den weithin grassierenden Aberglauben bekämpfte, ihn als lächerlich oder primitiv abkanzelte, desto entschiedener begannen die alten und neuen Gespenster die Literatur zu bevölkern.“

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Alte Schule: „Don’t break the Oath“ von Mercyful Fate

Zu Beginn der 80er-Jahre veröffentlichte eine Band namens Venom ein Album, welches den Titel „Black Metal“ trug… Darauf zu hören war dreckiger Heavy Metal, dessen Texte überwiegend von Satanismus und okkulten Dingen erzählten. Schnell wurde von anderen Metal-Bands, die über dieselben Thematiken sangen, gesagt, ihre Musik würde klingen „wie Black Metal von Venom“, und irgendwann nur noch „wie Black Metal“. Und damit wurde in den 80ern jede okkulte Metal-Band, egal welcher Spielart, zu Black Metal… „Alte Schule: „Don’t break the Oath“ von Mercyful Fate“ weiterlesen

Die metaphysische Quelle der Inspiration

„Man hört, man sucht nicht; man nimmt, man fragt nicht, wer da gibt; wie ein Blitz leuchtet ein Gedanke auf, mit Notwenigkeit, in der Form ohne Zögern, – ich habe nie eine Wahl gehabt… Alles geschieht im höchsten Grade unfreiwillig, aber wie in einem Sturme von Freiheitsgefühl, von Unbedingtsein, von Macht, von Göttlichkeit…“

– so beschreibt Friedrich Nietzsche seine Empfindungen während der Arbeit an seinem Hauptwerk „Also sprach Zarathustra“.
Notwendigkeit und Unfreiwillig sind Worte, die mit dem gleichzeitig genannten Freiheitsgefühl nicht so recht übereinstimmen wollen. Dennoch tun sie es, und um genau diesen Gegensatz soll es nun gehen: Um Inspiration. „Die metaphysische Quelle der Inspiration“ weiterlesen