Die metaphysische Quelle der Inspiration

„Man hört, man sucht nicht; man nimmt, man fragt nicht, wer da gibt; wie ein Blitz leuchtet ein Gedanke auf, mit Notwenigkeit, in der Form ohne Zögern, – ich habe nie eine Wahl gehabt… Alles geschieht im höchsten Grade unfreiwillig, aber wie in einem Sturme von Freiheitsgefühl, von Unbedingtsein, von Macht, von Göttlichkeit…“

– so beschreibt Friedrich Nietzsche seine Empfindungen während der Arbeit an seinem Hauptwerk „Also sprach Zarathustra“.
Notwendigkeit und Unfreiwillig sind Worte, die mit dem gleichzeitig genannten Freiheitsgefühl nicht so recht übereinstimmen wollen. Dennoch tun sie es, und um genau diesen Gegensatz soll es nun gehen: Um Inspiration. „Die metaphysische Quelle der Inspiration“ weiterlesen

Eisregens „Feindbild Mensch“

Misanthropie. Ein beliebtes Thema in den dunkleren und/oder härteren Spielarten der Musik. Der Death Metal ist voll von Massenmördern, Abschlachtungen, Serienkillern und dergleichen. Auch der Thrash Metal und der Gothic-Bereich hinken nicht sonderlich hinterher, und im Black Metal ist der Menschenhass natürlich ebenfalls ein großes Thema.
Auch Kunst und Philosophie haben sich damit beschäftigt, so zum Beispiel Platon, Schopenhauer und mit ihnen viele andere Gelehrte und Künstler. „Eisregens „Feindbild Mensch““ weiterlesen

Vom Sinn des Black Metals – Teil 2

In diesem zweiten Teil meines Artikels möchte ich mich einigen anderen Aspekten aus Vyshynskys Vortrag zuwenden. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, kann ihn hier einsehen, der Vortrag selbst befindet sich hier.


Am Ende seiner Rede spricht Vyshynsky von einem Paradoxon des Black Metals: Auf der einen Seite beziehen Musiker und Texte sich häufig auf gewisse Traditionen (z.B. auf heidnische Bräuche) und wollen diese gar wiederbeleben, auf der anderen Seite geht es um das Niederreißen von Werten und Traditionen (z.B. Zerstörung der christlichen Moral). Der Black Metal ist also sowohl traditionell orientiert, als auch revolutionär. Der Blick geht gleichermaßen in Vergangenheit und Zukunft, man will Neues schaffen und zugleich Altes wiederbeleben. Zitat: „… the philosophy of the Black Arts, paradoxically, is teetering on the edge of the Tradition (the Paganism and the Nationalism) – and the Revolution (the Satanism and die Nihilism).“ „Vom Sinn des Black Metals – Teil 2“ weiterlesen

„Des Satans Diener ziehen durch das Land“ – Lupan verkünden den Krieg

Wenn man heutzutage nach neuen bzw. einem selbst noch unbekannten Bands Ausschau hält, dann hat man es schwer.  Schwer deshalb, weil es so einfach ist: Unmengen an Bands tummeln sich bei Youtube & Co,  wieder und wieder wird man auf Facebook mit Alben und Liedern, von denen man nie zuvor gehört hat, überschüttet.
Die Auswahl ist gigantisch, und alles zu hören ist unmöglich. „„Des Satans Diener ziehen durch das Land“ – Lupan verkünden den Krieg“ weiterlesen

Vom Sinn des Black Metals – Teil 1

In meinem allerersten Beitrag für diesen Blog habe ich die Frage gestellt, ob es neben den destruktiven und zerstörerischen Aspekten des Black Metals auch positive, vielleicht gar schöpferische Gesichtspunkte gibt. Ob da irgendwo eine Pro-Haltung existiert, statt nur der offensichtlichen Anti-Einstellung.
Mit einer ähnlichen Frage hat sich auch ein Philosoph aus Osteuropa namens Sviatoslav Vyshynsky beschäftigt. Im Dezember 2016 hielt dieser junge Mann eine Rede im Vorfeld des Asgardsrei-Festivals in Kiew. In dieser Rede wird der Sinn des Black Metals behandelt, sowie seine Bedeutung für unsere gegenwärtige Zeit. „Vom Sinn des Black Metals – Teil 1“ weiterlesen

Dissections „Where dead Angels lie“

Dissection. Eine der besten Bands, die es je gegeben hat. Gegeben hat, denn diese großartige Gruppe aus Schweden existiert seit 2006 nicht mehr. Drei Alben wurden eingespielt, und vor allem mit den ersten beiden wurde Musikgeschichte geschrieben.

Musikalisch sind Dissection zwischen Black Metal und melodischem Death einzuordnen, und auf beide Stilrichtungen übten sie enormen Einfluss aus. Den Black Metal machten sie – und das klingt jetzt sehr ketzerisch, ich weiß – salonfähiger. Das Raue und Hässliche wurde entfernt, dafür wurden Melodien eingefügt, die auch Nicht-Black Metaller ansprechen. Ich würde sogar behaupten – wieder Ketzerei – dass solche Bands wie Dimmu Borgir ohne Dissections Einfluss nicht so klingen würden, wie sie heutzutage klingen. Beide Gruppen würde ich aber niemals auf eine Stufe stellen, denn im Gegensatz zu Dimmu Borgir fehlen bei Dissection die kommerziellen Ambitionen. „Dissections „Where dead Angels lie““ weiterlesen

„Auf Paderborns verlassenen Straßen“: Black Metal von Infesting Swarm

Ich finde, lokale Dinge sollten unterstützt werden. Nicht unbedingt alles, was im lokalen Bereich geschieht, aber manches davon ist es durchaus wert. So versuche ich z.B. meine Lebensmittel aus regionalem Anbau zu bekommen, soweit dies möglich ist. Und man sollte auch nicht immer gleich alles im Internet bestellen, sondern erstmal die Geschäfte der eigenen Umgebung erkunden – und dort in kleine Läden gehen, inhabergeführt, nicht in die großen Ketten. Aber hier soll es gar nicht um Ernährung gehen oder um den Einzelhandel – ich habe mir nämlich vorgenommen, das Album einer lokalen Band zu rezensieren, was in meinem Fall heißt: Einer Band aus Paderborn. „„Auf Paderborns verlassenen Straßen“: Black Metal von Infesting Swarm“ weiterlesen