Der Totenkopf als Symbol

Es ist an der Zeit, sich dem Namensgeber dieses Blogs zu widmen, nämlich dem SCHÄDEL.
Ich will hier jetzt keine ellenlangen Listen darüber aufführen, wo der Totenkopf überall Verwendung findet. Jeder von uns wird regelmäßig mit diesem Symbol konfrontiert, im Black Metal sowieso. Der Anblick eines bildlichen Schädels ist heutzutage wohl normal geworden, zumal er auch in vielen Fällen zu einem modischen Accessoire degradiert wurde.
Schockieren tut er niemanden mehr, und nur selten weckt sein Anblick dunkle, mystische oder bedrohliche Assoziationen. Totenköpfe sind – leider – zur Massenware verkommen. „Der Totenkopf als Symbol“ weiterlesen

Ist Black Metal anti-objektiv?

Immer wieder lese ich in Interviews oder auf Internetseiten Aussagen von Verehrern des Black Metals, dass sie besonders großen Wert auf eine subjektive Betrachtungsweise legen, sei es Rezensionen betreffend, den allgemeinen Umgang mit Musik oder sonstiges. So steht beispielsweise auf der Seite von Black Salvation folgende Aussage zu lesen: „Alles, was ihr in Zukunft auf Black Salvation lesen werdet, ist immer komplett subjektiv gehalten; das heißt, dass Objektivität (so sehr mir diese im real life auch wichtig ist), hier nicht gerade außen vor bleibt, aber dennoch nur äußerst rudimentär vorhanden ist.“
Aus einem (elektronischen) Briefwechsel zwischen mir und Kraehenblut, dem Betreiber von Unholy Black Art of Ritual, ergab sich von Seiten Kraehenbluts diese Äußerung: „Auch gerade durch diese gezielt subjektive Note möchte ich dem Leser eine Alternative zu den meiner Meinung nach immer stumpfer werdenden Magazinen und Online-Zines geben, bei denen wohl immer öfters Quantität über Qualität geht.“ „Ist Black Metal anti-objektiv?“ weiterlesen

Die metaphysische Quelle der Inspiration

„Man hört, man sucht nicht; man nimmt, man fragt nicht, wer da gibt; wie ein Blitz leuchtet ein Gedanke auf, mit Notwenigkeit, in der Form ohne Zögern, – ich habe nie eine Wahl gehabt… Alles geschieht im höchsten Grade unfreiwillig, aber wie in einem Sturme von Freiheitsgefühl, von Unbedingtsein, von Macht, von Göttlichkeit…“

– so beschreibt Friedrich Nietzsche seine Empfindungen während der Arbeit an seinem Hauptwerk „Also sprach Zarathustra“.
Notwendigkeit und Unfreiwillig sind Worte, die mit dem gleichzeitig genannten Freiheitsgefühl nicht so recht übereinstimmen wollen. Dennoch tun sie es, und um genau diesen Gegensatz soll es nun gehen: Um Inspiration. „Die metaphysische Quelle der Inspiration“ weiterlesen

TraumaLyrik IV: Eisregens „Feindbild Mensch“

Misanthropie. Ein beliebtes Thema in den dunkleren und/oder härteren Spielarten der Musik. Der Death Metal ist voll von Massenmördern, Abschlachtungen, Serienkillern und dergleichen. Auch der Thrash Metal und der Gothic-Bereich hinken nicht sonderlich hinterher, und im Black Metal ist der Menschenhass natürlich ebenfalls ein großes Thema.
Auch Kunst und Philosophie haben sich damit beschäftigt, so zum Beispiel Platon, Schopenhauer und mit ihnen viele andere Gelehrte und Künstler. „TraumaLyrik IV: Eisregens „Feindbild Mensch““ weiterlesen

Vom Sinn des Black Metals – Teil 2

In diesem zweiten Teil meines Artikels möchte ich mich einigen anderen Aspekten aus Vyshynskys Vortrag zuwenden. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, kann ihn hier einsehen, der Vortrag selbst befindet sich hier.


Am Ende seiner Rede spricht Vyshynsky von einem Paradoxon des Black Metals: Auf der einen Seite beziehen Musiker und Texte sich häufig auf gewisse Traditionen (z.B. auf heidnische Bräuche) und wollen diese gar wiederbeleben, auf der anderen Seite geht es um das Niederreißen von Werten und Traditionen (z.B. Zerstörung der christlichen Moral). Der Black Metal ist also sowohl traditionell orientiert, als auch revolutionär. Der Blick geht gleichermaßen in Vergangenheit und Zukunft, man will Neues schaffen und zugleich Altes wiederbeleben. Zitat: „… the philosophy of the Black Arts, paradoxically, is teetering on the edge of the Tradition (the Paganism and the Nationalism) – and the Revolution (the Satanism and die Nihilism).“ „Vom Sinn des Black Metals – Teil 2“ weiterlesen

Vom Sinn des Black Metals – Teil 1

In meinem allerersten Beitrag für diesen Blog habe ich die Frage gestellt, ob es neben den destruktiven und zerstörerischen Aspekten des Black Metals auch positive, vielleicht gar schöpferische Gesichtspunkte gibt. Ob da irgendwo eine Pro-Haltung existiert, statt nur der offensichtlichen Anti-Einstellung.
Mit einer ähnlichen Frage hat sich auch ein Philosoph aus Osteuropa namens Sviatoslav Vyshynsky beschäftigt. Im Dezember 2016 hielt dieser junge Mann eine Rede im Vorfeld des Asgardsrei-Festivals in Kiew. In dieser Rede wird der Sinn des Black Metals behandelt, sowie seine Bedeutung für unsere gegenwärtige Zeit. „Vom Sinn des Black Metals – Teil 1“ weiterlesen

TraumaLyrik II: Baudelaires „Der Albatros“

Ich erachte den Black Metal als eine der erhabensten Formen der Musik. Wie aber sieht das mit der Erhabenheit aus, wenn man sich mit dem profanen Alltag auseinandersetzen muss? Mit dem Job, den Einkäufen und nervigen Autoreparaturen? Wenn man sich in der „gewöhnlichen Welt“ bewegt, abseits von Erhabenheit, dunkler Romantik und ergreifender Kunst?

Wie reagiert man auf Menschen, deren Kunstverständnis sich von dem eigenen unterscheidet? Menschen, die „einfacher gestrickt“ sind, und die anspruchsvoller Kunst befremdlich, wenn nicht gar ablehnend gegenüberstehen (weil viele setzen anspruchsvoll mit langweilig gleich)? Die erhabenes/elitäres Verhalten als lächerlich empfinden? Nimmt man sich dann selbst ein wenig zurück und verhält sich „normaler“? Oder greift man zu Abwehrmaßnahmen, wie beispielsweise Arroganz? „TraumaLyrik II: Baudelaires „Der Albatros““ weiterlesen