Black Metal & Meditation: „Filosofem“ von Burzum

„Filosofem ist ein perfektes Album; es braucht nicht einmal Worte, weil es so vollkommen ist – man kann es nicht fassen. Wirklich erstaunlich, dass ein menschliches Wesen in der Lage war, so etwas aus dem Nichts zu erschaffen.“
– mit diesen Worten des Shining-Sängers Niklas Kvarforth beginnt das Kapitel über Burzum in Dayal Pattersons  wunderbar recherchiertem Buch „Black Metal – Evolution of the Cult“. Und dem lässt sich kaum etwas hinzufügen, denn ‚Filosofem‘ ist große und vollkommene Kunst. Viel wurde schon darüber gesagt, und noch mehr wurde diskutiert über Burzum und den Mann hinter dieser Ein-Mann-Band, namentlich Varg Vikernes.  „Black Metal & Meditation: „Filosofem“ von Burzum“ weiterlesen

Die Musik der Einzelkämpfer

Es ist auffällig wie bezeichnend, dass der Black Metal unter seinen Geschwistern dasjenige Genre ist, in welchem die meisten Ein-Mann-Bands existieren. Mit Sicherheit gibt es auch Death oder Thrash Metal-Bands, die nur aus einer Person bestehen, doch auf Anhieb ist mir da keine bekannt…

Ich will ein wenig der Frage nachgehen, woran dies wohl liegen mag. Wirklich eine Antwort darauf finden werde ich nicht können, denn ich bin kein Musiker. Aber ich schreibe, und auch das tut man ja in der Regel alleine. „Die Musik der Einzelkämpfer“ weiterlesen

Ist Black Metal anti-objektiv?

Immer wieder lese ich in Interviews oder auf Internetseiten Aussagen von Verehrern des Black Metals, dass sie besonders großen Wert auf eine subjektive Betrachtungsweise legen, sei es Rezensionen betreffend, den allgemeinen Umgang mit Musik oder sonstiges. So steht beispielsweise auf der Seite von Black Salvation folgende Aussage zu lesen: „Alles, was ihr in Zukunft auf Black Salvation lesen werdet, ist immer komplett subjektiv gehalten; das heißt, dass Objektivität (so sehr mir diese im real life auch wichtig ist), hier nicht gerade außen vor bleibt, aber dennoch nur äußerst rudimentär vorhanden ist.“
Aus einem (elektronischen) Briefwechsel zwischen mir und Kraehenblut, dem Betreiber von Unholy Black Art of Ritual, ergab sich von Seiten Kraehenbluts diese Äußerung: „Auch gerade durch diese gezielt subjektive Note möchte ich dem Leser eine Alternative zu den meiner Meinung nach immer stumpfer werdenden Magazinen und Online-Zines geben, bei denen wohl immer öfters Quantität über Qualität geht.“ „Ist Black Metal anti-objektiv?“ weiterlesen

Alte Schule: „Don’t break the Oath“ von Mercyful Fate

Zu Beginn der 80er-Jahre veröffentlichte eine Band namens Venom ein Album, welches den Titel „Black Metal“ trug… Darauf zu hören war dreckiger Heavy Metal, dessen Texte überwiegend von Satanismus und okkulten Dingen erzählten. Schnell wurde von anderen Metal-Bands, die über dieselben Thematiken sangen, gesagt, ihre Musik würde klingen „wie Black Metal von Venom“, und irgendwann nur noch „wie Black Metal“. Und damit wurde in den 80ern jede okkulte Metal-Band, egal welcher Spielart, zu Black Metal… „Alte Schule: „Don’t break the Oath“ von Mercyful Fate“ weiterlesen

Ein Mann namens Schwarzmetall…

Einst lebte ein Mann namens Schwarzmetall. Sein Zuhause waren die tief verschneiten Wälder, in deren friedvoller Dunkelheit er sich sicher und geborgen fühlte. Er liebte die Natur und er liebte die Nacht, und besonders genoss er, die finsteren Höhlen seiner ewigen Wälder zu erkunden.

Eines Tages jedoch zog es ihn hinaus in die Welt, und dort traf er auf einige seiner Verwandten… „Ein Mann namens Schwarzmetall…“ weiterlesen

Vom Sinn des Black Metals – Teil 2

In diesem zweiten Teil meines Artikels möchte ich mich einigen anderen Aspekten aus Vyshynskys Vortrag zuwenden. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, kann ihn hier einsehen, der Vortrag selbst befindet sich hier.


Am Ende seiner Rede spricht Vyshynsky von einem Paradoxon des Black Metals: Auf der einen Seite beziehen Musiker und Texte sich häufig auf gewisse Traditionen (z.B. auf heidnische Bräuche) und wollen diese gar wiederbeleben, auf der anderen Seite geht es um das Niederreißen von Werten und Traditionen (z.B. Zerstörung der christlichen Moral). Der Black Metal ist also sowohl traditionell orientiert, als auch revolutionär. Der Blick geht gleichermaßen in Vergangenheit und Zukunft, man will Neues schaffen und zugleich Altes wiederbeleben. Zitat: „… the philosophy of the Black Arts, paradoxically, is teetering on the edge of the Tradition (the Paganism and the Nationalism) – and the Revolution (the Satanism and die Nihilism).“ „Vom Sinn des Black Metals – Teil 2“ weiterlesen

„Des Satans Diener ziehen durch das Land“ – Lupan verkünden den Krieg

Wenn man heutzutage nach neuen bzw. einem selbst noch unbekannten Bands Ausschau hält, dann hat man es schwer.  Schwer deshalb, weil es so einfach ist: Unmengen an Bands tummeln sich bei Youtube & Co,  wieder und wieder wird man auf Facebook mit Alben und Liedern, von denen man nie zuvor gehört hat, überschüttet.
Die Auswahl ist gigantisch, und alles zu hören ist unmöglich. „„Des Satans Diener ziehen durch das Land“ – Lupan verkünden den Krieg“ weiterlesen