Life has gone on long enough von NONE

Froh, dass es bis hierhin ging.

Bandcamp spielte mir ich weiß nicht warum als erstes Lied sieben. Sozusagen das Titellied – ‚Life is long enough‘. Und ich danke Satan dafür.

Das beginnt mit einem echoenden, gequälten Ausatmen, und eine langsame, düstere, eintönige Gitarre stimmt an. Dazu ein lustloses, missmutiges Schlagzeug. Aber interessant… schön negativ. Und was ist das… auf einmal echot aus dem Hintergrund ein Männerlachen… aber kein „Lachen“. Es klingt sofort elend, wird traurig, wird leidend, hysterisch, wahnsinnig, resignierend, weinerlich, boshaft… man meint, in dem sich dazu steigernden fiesen Ausatmen das Wort „Nothing“ zu vernehmen.
…und dann wird man überrollt. „Life has gone on long enough von NONE“ weiterlesen

Cascadian Black Metal – Wither von Drawn into Descent

Kürzlich wurde mir die Musikrichtung „Cascadian Black Metal“ zugetragen. Wie sich herausstellte, mochte ich bereits viele der Bands, die damit beschrieben werden. Nur den Begriff hatte ich nie zuvor gehört.

Was ist eine Kaskade? Recherchen ergeben: Ein Wasserfall in Form von Stufen. Das passt bereits. Außerdem: Im übertragenen Sinne eine Verkettung von Ereignissen oder Prozessen, wobei alle Ereignisse auf die vorhergehenden aufbauen. Das passt auch. „Cascadian Black Metal – Wither von Drawn into Descent“ weiterlesen

Leichenromantik: „Ein Aas“ von Charles Baudelaire

Ich finde es schade, dass Gedichte über keinen allzuguten Ruf verfügen. Die meisten Menschen erachten sie als langweilig, uninteressant, vielleicht gar als spießig oder anstrengend zu lesen.
Und ja, in den meisten Fällen muss ich leider zustimmen. Gedichte können bisweilen abschreckend sein, allein schon aufgrund ihrer Form: Die Zeilen sind kurz und füllen die Seite nicht aus; in die wenigen Worte, die dort geschrieben stehen, muss viel hinein interpretiert werden; und darüber hinaus können Dinge, die sich reimen, sehr nervig sein. „Leichenromantik: „Ein Aas“ von Charles Baudelaire“ weiterlesen

„Dämmrung senkte sich von oben“ – ein Gedicht zum Abend


Johann Wolfang von Goethe hat große Werke geschrieben, aber auch kleine und feine. Eines davon gebe ich hier wieder – ohne philosophische Hintergedanken, einfach nur ein kleines Gedicht für den Abend… „„Dämmrung senkte sich von oben“ – ein Gedicht zum Abend“ weiterlesen

Die Peripherie der Musik

Wer sich ein Album in physischer Form beschafft, also auf Schallplatte, Kassette oder auf CD, der bekommt in der Regel nicht nur die reine Musik an sich geboten, sondern er bekommt mehr. Und um dieses „mehr“ soll es im folgenden Artikel gehen. „Die Peripherie der Musik“ weiterlesen

Monotheismus – billiger Massengeschmack

Dies hier soll nun keine Hasstirade gegen monotheistische Religionen sein, diese Aufgabe wird schon von tausenden von Black Metal-Songs übernommen. Ich will lediglich ein paar Gedanken zu Papier bringen, bezogen vor allem auf die zwei größten Glaubensgemeinschaften monotheistischer Art, nämlich Christentum und Islam.


„Monotheismus – billiger Massengeschmack“ weiterlesen

Schöner Winter, tödlicher Winter: „Winternacht“ von Nikolaus Lenau

Im Zuge der Vorbereitungen zu meinem Winterartikel bin ich auf ein unsagbar stimmungsvolles Gedicht des österreichischen Schriftstellers Nikolaus Lenau (1802 – 1850) gestoßen, welches ich meinen Lesern nicht vorenthalten will.

In zwei Abschnitten werden hier die beiden Seiten des Winters aufgezeigt: Zunächst die schöne, romantische; dann die brutale, todbringende. Lenau vereint diese vermeintlichen Gegensätze, so wie es der Winter selbst tut. Er spricht von Ruhe und Naturverbundenheit, um im nächsten Moment von blutgierigen Wölfen und quälenden Stürmen zu berichten. Der Winter bringt Frieden und Aufruhr zugleich, sein Wesen ist ambivalent und entzieht sich somit jedweder einseitigen Betrachtungsweise. „Schöner Winter, tödlicher Winter: „Winternacht“ von Nikolaus Lenau“ weiterlesen